Fredericke Winkler und Tom Felber für ceative face Magazin
"Lasst uns gemeinsam eine Kollektion machen. Lasst uns weiter denken und ein wirtschaftlich selbstständiges Unternehmen aufbauen, von dem sowohl die Helfer, als auch die Unterstützten profitieren. Eine Kollektion die Hoffnung gibt. Die COLLECTION OF HOPE." Nach der erfolgreichen Einführung auf der Modemesse BREAD & BUTTER in Barcelona und der positiven Resonanz auf die Präsentationen der COLLECTION OF HOPE auf der Fashion Week Berlin sowie im Rahmen von 'Create Berlin Goes London' und der '8. Deutsche Botschafterkonferenz' in Berlin, kann man die Sommerkollektion 2009 für Damen und Kinder nun kaufen. Excklusiv lädt der Belleville Store in der Rosa-Luxemburg-Str. 27 in Berlin-Mitte am Sonntag, den 12. Oktober 2008 von 14 bis 18 Uhr zum 'Shopping for Charity' ein, bevor die COLLECTION OF HOPE später in ausgewählten Boutiquen erhältlich sein wird.
Nach vielzähligen erfolgreichen Kooperationen mit der Gründerin des Vereins i-magine e.V. - Waridi Schrobsdorff - entschlossen sich im Herbst 2007 Silvia Kadolsky und Dorothea Beisser (ESMOD Deutschland internationale Modeschule), Klaus Metz (Fashion Patrons) und Thierry Prevost (Galeries Lafayette Europe) die gebürtige Kenianerin auf eine Reise in ihr Geburtsland zu begleiten, um sich vor Ort ein Bild der Selbsthilfegruppe AMANI in Sultan Hamud, in der Nähe der Hauptstadt Nairobi, zu machen. In dieser - von I-magine unterstützten - Gemeinschaft leben 77, zum Teil HIV-infizierte, Kinder, die im Alter von 2 Monaten bis 17 Jahren sind, und 28 HIV- infizierte Erwachsene. Die kleine Institution hat zwar die eine oder andere traurige Geschichte zu erzählen, steckt jedoch voller Energie, Schaffensdrang und dem Wunsch nach einem erfüllten Leben. Waridi Schrobsdorff sieht daher ihre Aufgabe nicht nur darin, die primären Bedürfnisse dieser Kinder und Erwachsenen in Form von finanzieller Hilfe zu decken, sondern hat ein besonderes Interesse, sie aufzuklären, ihnen eine Ausbildung zu ermöglichen und somit eine Perspektive zu geben.
Mit vielen Eindrücken und Inspirationen durch diese Reise kamen die Direktoren der internationalen Modeschule Esmod Deutschland nach Berlin zurück und starteten das zweite Ausbildungsjahr ihrer Schüler in Berlin und München mit einem Workshop zum Thema Afrika und Social Responsibility. Die entstandenen Arbeiten sollten Auftakt für das mutige und erfolgversprechende Projekt 'Collection of Hope' werden.
FAIR TRADE - FAIR EXCHANGE Inspiriert von dem direkten Kontakt mit dem Land und der Kultur wuchs die Idee, ein Projekt aufzubauen, dass nicht nur auf einseitige Entwicklungshilfe basiert, sondern einen Austausch zwischen den Kulturen stattfinden lässt. Die 'Collection of Hope' bietet Raum, um über Ästhetik, Sinn, Sinnlichkeit, soziale, kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung von Textilien und Kleidung im modernen Afrika zu diskutieren, über Unterschiede zu unserem lokalen Verständnis von Mode nachzudenken und ungeahnte Analogien zu dem 'Fremden' zu erkennen.
'Wir möchten mit der Collection of Hope den Menschen in Europa ein ganz neues Gesicht von Afrika zeigen' erklärt Waridi Schrobsdorff. 'Die Gemeinschaft beispielsweise genießt den höchsten Stellenwert und alles, was sie erarbeitet, geht an die Familie zurück.' Mit diesem Selbstverständnis steht für das ehemalige Model fest, dass Ihre Bemühungen für beide Seiten bereichernd sein müssen. Zum einen wird den Kreativschaffenden eine Plattform geboten, auf der sie sich schon während der Studienzeit präsentieren und verwirklichen können, da Ihr Name in die von ihnen kreierten Kleidungsstücke integriert wird. Auf der anderen Seite gehen 50% des Reingewinns an die Amani Selbsthilfegruppe. 'Wenn das Projekt eine gewisse Größe erreicht, können wir uns auch vorstellen, einen Teil der Produktion nach Sultan Hamud zu verlagern.' beschreibt Silvia Kadolsky die Vision. Darüber hinaus sollen in der Zukunft weitere Projekte in Zusammenarbeit folgen, um eine kontinuierliche Entwicklung der Unternehmung zu generieren.
A STORY - TELLING COLLECTION Die 'Collection of Hope' ist in einem Workshop des zweiten Ausbildungsjahres der Modeschule ESMOD Berlin und ESMOD München entstanden. Die Schüler haben in Gruppen nach Themen- und Stoffvorgaben einzelne Kollektionen mit eigens entwickelten Stoffbearbeitungen und Printentwürfen erstellt, aus denen eine Jury aus Einzelhändlern, Designern und PR-Agenten die stärksten Kreationen zu einer Kollektion zusammengeführt haben. Auch das Logo und das dazugehörige Corporate Design beziehen sich auf die Marketingkonzepte einzelner Schüler. So ist eine DOB Kollektion von 30 Teilen und eine Kinderkollektion mit 10 Teilen entstanden, die - um unserem sozialen Verständnis gerecht zu werden - ausschließlich aus Ökomaterialien genäht sind. Die Ernsthaftigkeit der Grundidee des Labels hat sich auf harmonische Weise mit der frischen Kreativität der SchülerInnen zu einer starken, kommerziellen und dennoch absolut neuartigen Mode zusammengefunden.







